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الأربعاء، 7 سبتمبر، 2011

GRÜSSE AUS DEM DSCHUNGELCAMP شوربة عدس في مخيم الماني استعداداً لمهرجان مسرحي عن المدونة العراقية المجهولة

سيقام هذه الأيام مهرجان سياحي مسرحي في المانيا تزامناً مع الذكرى العاشرة لأحداث 11-9 التي تلاها احتلال العراق ويركز المهرجان على التدوين في العراق وخصوصاً المدونة العراقية التي لا تزال مجهولة والتي اقمت مسابقة قبل ايام قليلة هنا للتعريف بها وترجمة شيء من انجازاتها بعد ان رأيت ان مدونتها ترجمت لعشرات اللغات العالمية وحتى اليابانية غير انها لم تترجم الى العربية لذا أظن انها مهمتكم يا زملائي المدونين العراقيين فشاركوا معنا.
وهذا المخيم الصيفي احتوى كل تفاصيل هذه المدونة العراقية حتى الطعام الذي صنع وقدم في المخيم هو عبارة عن "شوربة عدس" الأكلة العراقية المشهورة التي ذكرت المدونة العراقية منعطف النهر طريقة صنعها في مدونة بغداد تحترق, وأترككم مع التفاصيل واعتذر عن كونه باللغة الالمانية وأنصحكم بالاكتفاء بمشاهدة الصور لأن "العرب قومُ لا يقرأون":

WO SCHREIBT HIER EIGENTLICH….

Veröffentlicht von: Hilko Eilts am 26. Jun. 2011

…. die Festivalleitung? Diese Frage wurde mir vor einigen Tagen nicht ganz ohne vorwurfsvollen Unterton gestellt, und meine Antwort lautete wahrheitsgemäß: Nirgendwo. Weder von Lillih noch von mir finden sich nennenswerte Einträge. Nicht dass es nichts zu erzählen gäbe, das ganz und gar nicht!
Unser erster und einziger Eintrag, gleich zu Festivalbeginn, trug die Überschrift „Auf der Starbahn“ und in der Tat fühlten wir uns damals ein wenig wie in einem Flugzeug, das abflugbereit auf der Landebahn steht, dessen Flugtauglichkeit sich aber erst noch erweisen muss. Gestartet sind wir dann tatsächlich. Jene Schubkraft, die ein Neuanfang verleiht, gab es reichlich, die Flügel verleihende künstlerische Phantasie von Regisseuren, Bühnenbildnern, Kostümbildnern, Schauspielern und Sängern trugSpieltriebe 4 in Richtung Theaterhimmel und man kann festhalten: Spieltriebe 4 hat den Start geschafft. Wir sind gut unterwegs  in Richtung 2. September 2011.
Aber frei von Turbulenzen und hektisch blinkenden Warnleuchten, von Passagieren, die nicht nur beglückt sind von der Kunstfliegerei, sondern denen zwischendurch auch mal richtig schlecht wird – frei von all diesen Dingen ist der Flug wahrlich nicht. Und welche Crew kann sich in solch einer Situation schon mit dem ordnungsgemäßen Schreiben des Logbuchs beschäftigen? Aber ab jetzt, hoffentlich, gibt es von uns mehr zu lesen, denn wir nähern uns der Spielzeitpause und ein wenig Ruhe kehrt ein. Aber vorweg noch an dieser Stelle ein gestern im Wochenendjournal der NOZ erschienener Artikel von Ralf Döring, den ich gerade gefunden habe,  mit der schönen Überschrift “Grüße aus dem Dschungelcamp” . Beim Besuch von Döring gabs gerade ein Produktionsessen von blogosphereiraqnach einem Rezept von riverbend, der Autorin einer der beiden Blogs, um die sich Liz Rechs Projekt dreht  (Bild: Till Holzapfel):
“GRÜSSE AUS DEM DSCHUNGELCAMP
von Ralf Döring

Gleich gibt es Linsensuppe. Endlich Pause? Ja und nein. Auf dem Weg zur Sanitätsstation sind Liz Rech und Hilko Eilts tief ins Gespräch vertieft. An den Biertischen vor der Station setzen sie es fort, zusammen mit einer Handvoll anderer junger Männer und Frauen, die dort die Sonne genießen. Aber selbst die Linsensuppe hat mit dem zu tun, was sie hier zusammengebracht hat. Jemand aus dem Team hat sie gekocht, nach einem Rezept der irakischen Bloggerin Riverbend. Der Basis für das Theaterstück „Blogsphere Iraq“, an dem das Team um Rech bis eben geprobt hat, im sogenannten „Schießkino“ auf dem Gelände der Limbergkaserne am Stadtrand von Osnabrück. Dort wird es Anfang September uraufgeführt, wenn das Festival „Spieltriebe 4“ die neue Theatersaison einläutet.
Bis dahin nennen Rech, Eilts und rund 30 weitere Schauspieler, Musiker, Techniker eine unwirkliche Welt ihr Zuhause. Seit die britische Armee abgezogen ist, dämmert das Gelände seiner Zukunft – auf Verwaltungsdeutsch „Konversion“ – entgegen. In der Zwischenzeit erobert die Natur das Areal zurück: Die Mannschaftsbaracken ducken sich flach unter das Laubdach der alten Bäume, von unten sieht es aus, als wucherten sie zu, weil das Gras nun ohne militärischen Kurzschnitt friedlich wachsen darf. Hinter der Sanitätsstation liegt ein Kirschbaum quer über einen Weg, den vermutlich ein Herbststurm gefällt hat. Er trägt tiefrote Kirschen.
Die Brache vor der Stadt hat ihre schönen Seiten: Wenn Eilts morgens duscht, blickt er aus dem offenen Fenster in einen dunklen Wald. Andererseits ist es schwierig, hier draußen das Frühstück mit der aktuellen Zeitung abzurunden. „Paradies und grüne Hölle zugleich“, sagt Regisseurin Liz Rech.
An ihrem derzeit wichtigsten Arbeitsplatz, dem Schießkino, bekommt sie von beidem wenig mit. „Firing in Progress“ warnt die rote Schrift auf einem Leuchtschild über der grauen Stahltür; ein Relikt aus den Tagen, als der Bau noch der Vorbereitung für den Kriegseinsatz diente. Das macht ihn zu einem idealen Ort für ein Stück über den Irak. Die in grob gemalten Silhouetten von Bergketten vermittelten einst den Soldaten eine Ahnung von Gelände, wenn sie hier auf imaginäre Feinde feuerten – die soldatische Ausbildung operiert wie das Theater mit den Mitteln der Illusion. Wenn auch mit etwas anderer Zielsetzung.
Die sommerlichen Temperaturen bleiben hier ausgesperrt. Es ist kalt, die Luft feucht. An der Rückwand liegen schwarze Decken, mit denen sich die Regisseurin und ihre Assistentinnen und Assistenten gegen die Kälte schützen. „Wir sind immer durchgefroren“, sagt Rech trotzdem. Seit zehn Uhr proben sie und ihr Team hier, mittlerweile ist es halb drei; Rech hat überzogen. Im ganzen Raum verteilen sich Requisiten: ein Kleiderständer, Stühle, Tische mit Laptops, ein Bettgestell aus Eisen, ein Fernrohr, an dem ein roter BH hängt. Und Sand bedeckt den ganzen Boden. „Eine Metapher für den Irak“, sagt die Regisseurin; hier schmiert der Sand mal das Getriebe der Illusionsmaschine Theater. Gleichzeitig bricht er den Schall in dem Raum mit seinen kahlen Wänden . Künstler denken mitunter praktisch wie Soldaten. Nur verfolgen sie ander e Ziele.
Jetzt lautet es: die Premiere. Der Weg dahin gleicht noch ein wenig denen auf dem Kasernengelände – 130 Seiten Text erfordern einen beherzten Schnitt; „am Ende bleiben vielleicht 20 oder 30 übrig“, sagt Eilts, der nicht nur als Teil eines Dreierteams das Festival organisiert, sondern bei „Blogosphere Iraq“ auch an der Textfassung mitarbeitet. Da erweist sich die Einheit von Arbeitsplatz und Wohnung als hilfreich: Bis spät in die Nacht sitzt das Team manchmal um einen Biertisch im improvisierten Büro.
Dennis Pörtner holt nach dem Zivildienst die Kasernenhoferfahrung nach. „Angenehm produktiv“ sei die Atmosphäre, und „sehr, sehr angenehm.“ Aber „nach zwei Wochen bin ich dann doch froh, mal wieder außerhalb des Zauns zu sein.“
Ein wenig erinnert das Leben an eine große Land-WG. Während das „Blogosphere“-Team Linsensuppe isst, kocht sich Marcus Hering in der Küche Nudeln. Wo früher Kranke und Verletzte lagen, wohnen jetzt Schauspieler unter einfachen Bedingungen. „Ich habe keine Probleme, spartanisch zu leben“, sagt Hering. Die gibt es allenfalls, wenn es ums Spülen geht. Damit die beiden Küchen nicht im Chaos versinken, hängt ein Zettel mit Verhaltensregeln an der Wand.
Offenbar funktioniert das. Von zehn bis zwei und abends von sechs bis zehn wird geprobt, dazwischen lernen die Darsteller ihre Texte. Manchmal grillt die Theater-WG, manche toben sie sich mit einem Abwerfspiel aus, das im Blog zur Inszenierung (blogosphereiraq.wordpress.com) „Four Corner“ genannt wird, manchmal geht’s in die Stadt: am Samstag mal ins Kino, unter der Woche ins Theater am Domhof: Denn dort ist ja die Festival-„Homebase“. Aber das kann man schon mal vergessen, auf diesem abgeschiedenen Posten.”
Die Linsensuppe übrigens war köstlich, gekocht hat
 sie Kaja Bierbrauer und ausgesehen hat sie so:

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